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TECHNIK

Q-Concept Serie – Technische Details

HARTJE stellt mit seinem umfassenden CONWAY Relaunch die Weichen für eine
strategische Neuausrichtung der Marke. Gemeinsam mit german:A-Macher Thomas
Kamm wurde die 23 Räder umfassende CONWAY Q-Concept Serie ins Leben
gerufen, die ein sportliches Premium-Programm mit neuer Optik, individuellem
Rahmendesign, exklusiver Form-, Dekor- und Designsprache sowie innovativer
Federungstechnologie darstellt.

Herzstück der Q-Concept Serie sind die neu entwickelten Fullies und Hardtails.
Dreifach-konifizierte Rohre bilden die Basis der Rahmen aus 7005er Alu-Rundrohren.
Diese stellen neben der leichtesten auch die technisch beste, weil stabilste Lösung
dar. Die Spitze bilden Rahmen aus nahtlos gezogenen 3AL-2,5V Titan-Rohren.
Technische Merkmale, wie die angeschraubten und wechselbaren Führungen der
durchgängig verlegten Züge, einem speziellen Verstärkungsgusset zwischen Sitz- und
Oberrohr sowie die geschmiedeten 3D-Ausfallenden kennzeichnen die neue QConcept
Produktfamilie.

Bei den Fullies baut das Intelligent Moving Pivot, kurz IMP genannte
Federungssystem auf dem VPP Viergelenksystem auf, bei dem der Hinterbau um eine
Momentanpolbahn, d.h. einen imaginären Drehpunkt kreist. Durch diese “intelligente”
und automatische Anpassung der Kinematik an unterschiedlichste Fahrsituationen
kommt es zu einem besonders ausgeprägtem Anti-Squat Effekt, wodurch das durch
Antritts- und Beschleunigungsmomente verursachte Wippen weitgehend eliminiert
wird.

Für die Praxis bedeutet das, dass sich der imaginäre Pol im Uphill dem idealen
Drehpunkt derart annähert, dass kinematische Effekte wie die pulsartige
Beschleunigung im Wiegetritt kaum noch ins Gewicht fallen. Wird dagegen beim
Downhill mit weitaus weniger Sag gefahren, ist dieser Abstand folglich wieder größer.
Zusammengefasst liegt der Verlauf des virtuellen Drehpunkts in einem relativ kleinen
Bereich vor und innerhalb der Tretkurbeln, was zu unzähligen Varianten der
Raderhebungskurve führt. Kombiniert mit dem dadurch bedingten geringen
Pedalrückschlag handelt es sich somit um einen weitgehend antriebsneutralen
Hinterbau.

Das war es auch, was dem Lastenheft bei der Entwicklung zugrunde lag: An erster
Stelle stand die Optimierung des Anti-Squat Effektes sowie die Minimierung des
Pedalrückschlages. Als Konsequenz daraus sollte der Anti-Dive Effekt ebenfalls
gemindert – nicht aber komplett eliminiert werden, um so das letztendlich typische
Fahrgefühl eines vollgefederten Mountainbikes nicht gänzlich zu verwischen.
Mit entsprechend angepassten Federwegen und Rahmengeometrien kann dieses
System für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche – von Marathon bis Allmountain -
eingesetzt werden.